Warum eine Kampagne?
Kampagnen haben sich als geeignete Methode herausgestellt, um Tierausbeutungsunternehmen entgegentreten zu können. Indem sie zielgerichtet sind und die Ressourcen auf ein Nahziel richten (z.B. Abschaffung des Pelzhandels), gewinnen sie an Effektivität.
Heutzutage wird im politischen Bereich fast bei jeder Aktivität von einer Kampagne gesprochen. Kampagnen im Sinne der globalen Tierrechtsbewegung/Tierbefreiungsbewegung wiesen bisher jedoch folgende Merkmale auf: sie waren themenbezogen (hier: Thema Pelz), häufig gegen ein konkretes Unternehmen gerichtet (hier: ESCADA AG), integrierten verschiedene Aktionsformen, benannten konkrete Forderungen (hier: den unbefristeten und uneingeschränkten Pelzverkaufstopp bei ESCADA; zu den konkreten Forderungen siehe auch hier Forderungen an die Modeunternehmen) und waren erst dann beendet, wenn die Forderungen erfüllt waren.
Da immer mehr Tierausbeutungsunternehmen Global Player wurden, heute Standorte in verschiedenen Ländern haben, wurden auch die Tierrechtskampagnen zunehmend global ausgerichtet.
Zudem berücksichtigten die Kampagnen vermehrt die Struktur und Verflochtenheit der Tierausbeutungsindustrie, und ihre KollaborateurInnen wurden ebenfalls zu Protestzielen: GeschäftspartnerInnen, die den Ausbeutungsbetrieb in Gang halten, am Profit teilhaben und somit das Leiden und den gewaltsamen Tod der vernutzten Tiere mit verursachen.
